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Gesundheit & Erste Hilfe

Hallo liebe Besucher! - Auf dieser Seite habe ich auch wieder etwas mitzureden. Zuerst meinte ich ja, daß wir sie gar nicht brauchen, weil wir doch nicht auf alle Krankheiten eingehen können, das würde ja den Rahmen meiner ganzen Homepage sprengen! Aber es gibt da schon ein Problem, das mich ganz persönlich betrifft und auch einige meiner Artgenossen und darüber möchten wir schon berichten. Vielleicht hilft es ja auch Euch ein bißchen weiter!
Es geht hier um eine Hautkrankheit, die umgangssprachlich 'HOT SPOTS' genannt wird und die mir als Junghund im heißen Sommer 2003 ziemlich die Freude am Hundedasein genommen hat!

HOT SPOTS

Da mittlerweile beinahe jeder uns bekannte Goldie davon betroffen ist, möchten wir hier auf diese Krankheit ein bißchen genauer eingehen.
Eine sehr detaillierte, aussagekräftige Abhandlung dieser akuten pyotraumatischen Dermatitis gibt es von Dr. Stefanie Peters auf der Website des Forums für Tierheilkunde.
Hier eine kurze Beschreibung:

Die akute pyotraumatische Dermatitis, umgangssprachlich einfach "Hot spot" genannt, stellt gerade in der warmen Jahreszeit ein ausgesprochen häufiges Hautproblem beim Hund dar. Wegen der enorm kurzen Entstehungszeit ( oft buchstäblich "über Nacht" ) und des mitunter dramatischen Aussehens, verbunden mit deutlichen Schmerzen oder starkem Juckreiz, ist ein solcher "Hot spot" nicht selten ein Grund, den tierärztlichen Notdienst aufzusuchen. Gleichzeitig gehört er zu den wenigen Hauterkrankungen, bei denen eine "Blickdiagnose" möglich ist.

Definition: Unter einer pyotraumatischen Dermatitis versteht man einen lokalisierten Hautbereich mit akuter Entzündung und Exsudatbildung, der durch Lecken, Kratzen, Beißen oder ähnliches traumatisiert wird.
Es gibt eine Reihe ganz unterschiedlicher Faktoren, die zur Entwicklung eines solchen "Hot spots" prädisponieren.
Bekannt sind "Hot spots" als:

     
  • Allergische Reaktion auf Flöhe.
    Hier treten die Veränderungen meist im Bereich von Kruppe und Oberschenkel auf.
  • Allergische(?) Reaktion auf schmerzhafte , juckende oder entzündliche Prozesse in der unmittelbaren Nachbarschaft.Hier sind die Ursachen häufig bei entzündeten Ohren oder Analbeutel zu finden.
  • Reaktion auf mechanische/anatomische Probleme:
    Fremdkörper oder reizende Substanzen im Fell (Reste von Medikamenten, Shampoos etc. ) sowie ein verschmutztes, verfilztes Fell.
  • Reaktion auf kleine Verletzungen wie Schürfwunden etc.
    oder auf Irritationen beispielsweise nach dem Scheren.
  • Allergische Reaktion auf andere Ektoparasiten, z. B. Milben, Zecken.
  • Manifestation einer anderen allergischen Erkrankung wie Allergie auf Aeroallergene

Neben diesen prädisponierenden Faktoren gibt es zusätzlich eine Prädisposition für bestimmte Hunderassen, einen "Hot spot" zu entwickeln. Hierzu gehören Labrador, Golden Retriever, Collie, DSH, Bernhardiner, Neufundländer, Rottweiler und Bobtail. Generell sind allerdings Hunde mit langem Haarkleid und/oder dichter Unterwolle überdurchschnittlich häufig betroffen.

MERKMALE

Der "Hot spot" tritt in 2 Erscheinungsbildern auf, die auch von geübten Tierärzten nicht immer ohne weitere Untersuchungen unterschieden werden können. Der erste und wichtigste Schritt ist das Ausscheren des betroffenen Bereiches.

     
  • Oberflächlicher "Hot spot"
    Typisch für diese etwas häufiger auftretende Form ist ein haarloser, nässender, in der Mitte gelblich glänzender Bezirk, der von einem rötlichen Randbezirk umgeben und von der umgebenden gesunden Haut scharf abgegrenzt ist. Die Haare aus der Umgebung sind meist mit der Veränderung verklebt, die Veränderung selbst mehr oder weniger haarlos. Die Größe variiert von 10 Cent- bis Handflächengröße, die Form ist meist rundlich bis oval.
    Juckreiz ist vorhanden und meistens sehr stark.

  • Tiefer "Hot spot"
    Hier handelt es sich um eine bakterielle Follikulitis und Furunkulose. Der tiefe "Hot spot" ist ebenfalls mehr oder weniger haarlos und variiert in der Größe von 10 Cent bis zur Größe einer Handfläche.

THERAPIE

Unabhängig davon, ob es sich um einen oberflächlichen oder tiefen "Hot spot" handelt, sollte die Veränderung nach dem Ausscheren mit einer milden, antiseptischen Lösung gereinigt werden. Hierbei werden auch verklebte Haare, Krusten etc. mit entfernt, und das ganze Ausmaß der Veränderungen wird sichtbar.
Immens wichtig ist gerade bei der Behandlung von "Hot spots" die korrekte Auswahl der Applikationsform:
Diese feuchten Veränderungen dürfen keinesfalls mit Salben, Pasten o.ä.behandelt werden, da diese den Zustand noch verschlimmern. Geeignet für die Behandlung sind wäßrige Lösungen (auch als Spray), Lotionen und evtl. noch Cremes, bei "tiefen Hot spots" evtl. auch antibakterielle Shampoos.

Beim oberflächlichen "Hot spot" wird die örtliche Behandlung mit adstringierend ( austrocknend )und gleichzeitig gegen Juckreiz wirkenden Mitteln durchgeführt( z.B. Dermacool-Spray). Sie werden häufig mit Antibiotika-Cortison-Cremes oder Cortison-Lösungen kombiniert, um die allergische Reaktion und den Juckreiz zu vermindern. Die örtliche Behandlung stellt die wichtigste Maßnahme dar und sollte alle 2-3 Stunden erfolgen!

Ausreichende Information zu vielen anderen gängigen Krankheiten, deren Entstehung, Diagnostik und Therapien gibt es auf der Homepage des ' Forums für Tierheilkunde'. Natürlich findet man auch jede Menge Literatur zu diesem Thema, einige Bücher mit den Links zum Online-Shop sind in der Spalte links angeführt!

Die Gesundheit unserer Goldies ist uns allen ein besonderes Anliegen - im täglichen Leben erweist sie sich als mindestens genauso wichtig wie typisches Wesen, Leistungsfähigkeit oder Aussehen und kann zudem all diese Aspekte positiv oder negativ beeinflussen.

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